Mehr als „99 Luftballons“

Gepostet Von am 2011-08-02


Mein Praktikum im Marketing bei KUKA Systems

Als Studentin an der Michigan States Universität studiere ich im fünften Semester Englisch, Kommunikation und natürlich Deutsch. Diesen Sommer hatte ich die einmalige Gelegenheit ein Praktikum im schönen Deutschland zu machen. Zwei Monate im Marketing bei KUKA zu arbeiten und im historischen Bayern zu leben, klang für mich nach einem perfektem Sommer. Ich würde mich hoffentlich nicht nur persönlich weiterentwickeln, Neues lernen und mich weiterbilden, sondern auch noch das von Hollywood angepriesene „Abenteuer Europa“ erleben.

Bevor ich in München landete, hatte ich keine Ahnung was mich in Deutschland erwarten würde. Ich fragte mich, ob die paar deutschen Wörter, die ich kannte, reichen würden, oder ob ich mich eher mit Händen und Füßen verständigen müsste. Das Deutsch, dass ich in der Schule gelernt hatte, war, wie ich feststellen musste, nicht immer das Richtige. Eine andere Sprache muss man erleben, um sie sprechen und lernen zu können. Im Nachhinein kann ich sagen, dass diese zwei Monate in Deutschland meine Erwartungen übertroffen haben. Alles was ich hier in der kurzen Zeit erlebt habe, kann ich weder in wenige Worte, noch in einen kurzen Artikel fassen. Deutschland nicht nur als Tourist, zum Beispiel beim Besuch von Schloss Neuschwanstein, zu erleben sondern auch sozusagen als Einheimischer inmitten eines typisch bayerischen Dorffestes, war für mich einfach das Größte. Es gibt jedoch drei wesentliche Dinge, die ich gelernt habe: Die am häufigsten benutzten Wörter und Sätze lernt man nicht in einem Schulbuch. Die Aussprache, die man in der Schule lernt, ist nicht die, die man im wahren Leben anwendet. Und nicht zu vergessen, Nenas „99 Luftballons“ und die Prinzen mit „Millionär“ sind nicht die einzigen Deutschen Top Hits.

An meinem ersten Tag bei KUKA wurde ich herzlich von meinen neuen Kollegen begrüßt und fühlte mich sofort sehr wohl und willkommen. Ich war sehr erleichtert festzustellen, dass ich hier gut aufgehoben sein würde. Mit einer Engelsgeduld erklärten mir die Kollegen die Gepflogenheiten der Firma und Landessprache, auch wenn es einige Missverständnisse bezüglich der Aussprache oder fehlender Vokabeln gab. Sie führten mich nicht nur ins KUKA Marketing ein, sondern auch in das Leben und Arbeiten in Deutschland. Zum Beispiel stellte ich schnell fest, dass präzise Arbeit bei der Planung von Messen erforderlich ist, spätestens als ich selbst an einer Messe in Stuttgart als Marketingmitglied teilnehmen durfte. Auch bei der letzten Inhouse Veranstaltung, dem KUKA Family Day Ende Juli, konnte ich bei der Planung und Organisation unterstützen. Meine Arbeit bestand aber nicht nur in der Vorbereitung von Messen und Events. Da Englisch zu meinen Hauptfächern an der Uni gehört, konnte ich das Gelernte gleich praktisch umsetzen. So prüfte und korrigierte ich Übersetzungen auf der Homepage, in der OrangeNews sowie in diversen Presseartikeln.

Nun nähert sich mein Sommer leider dem Ende. Ich werde meine Sachen packen und schon bald auf dem langen Weg zurück nach Amerika sein. Es fällt mir schwer Deutschland, Augsburg und meine neu gewonnenen Freunde zurück zu lassen, denn mittlerweile ist alles hier sehr vertraut für mich geworden. So klischeehaft es klingt, aber diese Erfahrungen und Erinnerungen werde ich nie vergessen. Ich bin sehr stolz sagen zu können, diesen Sommer war ich ein KUKAner.

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