KUKA klebt gut

Gepostet Von am 2011-04-04


Technologieserie Teil II Kleb-/Dichttechnik

Das Kleben beschreibt eines der ältesten, aber auch modernsten Fügeverfahren der Welt. Bereits vor 45.000 Jahren haben die Neandertaler ihre Werkzeuge und Waffen geklebt. Der Kleber, der Stein und Holz zusammenhielt, nennt sich Birkenpech und wird aus der Rinde der Birke gewonnen. Eine absolut stabile Ver-bindung, auch nach all den Jahren noch haltbar und nachweisbar. Bis heute wird das Kleben als Fertigungstechnik oft genutzt. Auch in der Automobilwelt ist der Klebestoff längst angekommen und nicht mehr wegzudenken.

Der erste sogenannte Kleberoboter wurde 1985 zum Börtelfalzkleben bei einem großen Automobilhersteller im Bereich Rohbau installiert. Bereits vor 26 Jahren, war KUKA Systems führend in der Entwicklung dieser Technologien. Das Scheibenkleben in der Endmontage gehört ebenfalls zu den Anfängen. „Wir als KUKA waren eine der ersten Anlagenbauer, die sich an die Klebetechnik heran-getraut und erste Projekte in Rohbau, Lack sowie Endmontage umgesetzt haben,“ erklärt Gerhard Hartmann, Sales Manager Technical Solutions KUKA Systems GmbH.
Die Vorteile für den Klebeprozess sind schnell gefunden. „Die gleichmäßige Spannungsverteilung und Kraftübertragung über die gesamte Klebefläche ist ein großer Vorteil. Der Klebstoff besitzt auch die Eigenschaft der Isolierung bei Korrosion,“ so Hartmann weiter. Wärmeentwicklung durch Erhitzen gibt es ebenfalls nicht, durch die sich das Bauteil verformen kann, sogar unterschiedliche Materialien können verbunden werden.

KUKA Systems Anlage beim AutomobilistenKleb- und Dichtstoffe
Für das Auftragen von Kleb- und Dichtstoffen im Karosserierohbau und in der Montage durch Automatisierung sprechen viele gute Gründe. Die Auftragsqualität der Kleb-/ Dichtstoffraupe ist konstant, unterschiedliche Nahtgeometrien können schnell und einfach erzeugt werden und der Auftrag erfolgt präzise mit hoher Geschwindigkeit.
Roboterzellen zum Kleben und Dichten können durch intelligente Prozesskomponenten zu vollautomatischen Systemen ausgebaut werden. Dazu stehen u. a. Komponenten zum Reinigen und Grundieren, Düsenreinigungsvorrichtungen, Positioniereinrichtungen, Messsysteme und Softwarepakete zur Verfügung. Geliervorrichtungen zum schnellen Aushärten des Kleb-/ Dichtstoffs runden das Komponentenspektrum ab.
Neben der klassischen Variante mit robotergeführtem Auftragskopf werden auch Lösungen mit Bauteilhandling unter stationärer Kleb-/Dichtstoffdüse eingesetzt. Gerade dann, wenn der Roboter neben dem Kleb-/Dichtstoffauftrag zusätzlich weitere Operationen, wie z. B. automatischen Einbau oder Fügeoperationen, übernehmen soll.

Weitere Informationen können Sie hier erhalten.

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